DGNB und QNG werden häufig in einem Atemzug genannt, verfolgen aber unterschiedliche Zwecke. Die DGNB-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ist ein freiwilliges, ganzheitliches Gütesiegel. Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) ist dagegen ein staatliches Siegel, das vor allem als Fördervoraussetzung dient.
Was bewertet die DGNB-Zertifizierung?
Die DGNB bewertet Gebäude ganzheitlich anhand von fünf Kriteriengruppen: Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Qualität, technische Qualität und Prozessqualität. Je nach Erfüllungsgrad wird eine Stufe von Bronze bis Platin vergeben.
Wofür wird das QNG-Siegel benötigt?
Das QNG definiert verbindliche Mindeststandards, etwa zu Ökobilanz, Schadstofffreiheit und Kreislauffähigkeit. Für bestimmte KfW-Förderprogramme – etwa den Klimafreundlichen Neubau (KFN) – ist der QNG-Nachweis Voraussetzung, um die volle Fördersumme zu erhalten.
Lassen sich beide Siegel kombinieren?
- Viele DGNB-Zertifizierungen erfüllen gleichzeitig die QNG-Mindestanforderungen
- QNG kann auch unabhängig von einer DGNB-Zertifizierung nachgewiesen werden
- Die Kombination lohnt sich besonders, wenn sowohl Förderung als auch ein umfassendes Nachhaltigkeitssiegel angestrebt werden
Als DGNB-Auditor prüfen wir für Ihr Projekt, welche Kombination aus Zertifizierung und Fördervoraussetzung am sinnvollsten ist.